Highlight im Juli

Sonnenfinsternis und Osterinsel

Am Sonntag, 11. Juli 2010 ereignet sich eine totale Sonnenfinsternis, die auch in ihren partiellen Phasen von ganz Europa aus unbeobachtbar bleibt. Es ist die einzige totale Sonnenfinsternis in diesem Jahr. Wer sie sehen will, muss weit reisen. Das wenige Festland, über das der Kernschatten des Mondes läuft, ist durchaus auch ohne Finsternis sehenswert.
Bei einer totalen Sonnenfinsternis wird die Korona um die Sonne sichtbar.

Bei einer totalen Sonnenfinsternis wird die Korona um die Sonne sichtbar.

Fast das gesamte Finsternisgebiet liegt im Pazifischen Ozean. Auch die Totalitätszone zieht sich fast ausschließlich über die Meeresoberfläche des Pazifiks. Sie endet an der Südspitze des südamerikanischen Kontinents. Mit 5 Minuten 20 Sekunden maximaler Dauer der Totalität zählt das Ereignis zu den längeren Sonnenfinsternissen. Sie ist die 27. Finsternis im Saros-Zyklus Nr. 146, der insgesamt 76 Sonnenfinsternisse umfasst. Der Kernschatten des Mondes trifft erstmals die Meeresoberfläche im Pazifik etwa 3000 Kilometer nordöstlich von Neuseeland und in der Nähe der Tonga-Inseln bei Sonnenaufgang. Er zieht über den gesamten Pazifik und erreicht die südamerikanische Küste. Er verlässt die Erdoberfläche in Patagonien bei Sonnenuntergang.

Die Osterinsel liegt mitten in der Totalitätszone. Hier wird um 21.11 Uhr MEZ (14.11 Uhr Ortszeit) die Sonne für 4 Minuten 50 Sekunden total vom Neumond bedeckt. Die Größe der Finsternis beträgt das 1,0258-Fache des scheinbaren Sonnendurchmessers.

In ihren partiellen Phasen ist die Finsternis von großen Teilen des Südpazifiks, von Polynesien, den Cook-Inseln und den südlichen Gebieten von Südamerika aus beobachtbar.


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