Internationales Jahr der Astronomie

Jupiter und seine Monde

So sieht man den Planeten Jupiter mit seinen vier Monden im Teleskop

So sieht man den Planeten Jupiter mit seinen vier Monden im Teleskop

Zur Beobachtung der Jupitermonde reicht schon ein Fernglas aus. Wer aber mehr Details sehen möchte, benötigt ein Fernrohr. In einem einfachen, kleinen Amateurfernrohr bleiben die vier Monde zwar nur sternförmige Pünktchen, doch Jupiter selbst wird zu einer kleinen Scheibe, auf der man bei ruhiger Luft die Wolkenbänder seiner Atmosphäre erkennen kann. Das Auffinden des Planeten gestaltet sich besonders leicht, denn er steht derzeit als Paradeobjekt am Abendhimmel: Kurz nach Einbruch der Dunkelheit kann man ihn als auffallend hellen „Stern“ tief am südlichen Himmel sehen: Link zum Artikel "So findet man Jupiter".

Die Bewegung der Monde fällt nicht sofort auf, ein wenig Geduld ist erforderlich. Knapp zwei Tage benötigt der innerste Mond Io für einen vollen Umlauf, Kallisto, der äußere, schon fast 17 Tage. Zu bestimmten Zeitpunkten kommt es aber zu interessanten Konstellationen, und dann ist die Dynamik des Jupitersystems sehr deutlich zu sehen. Weil wir nämlich genau auf die Äquatorlinie des Jupiters schauen, treten die Monde von uns aus gesehen auf ihrem Umlauf sowohl vor als auch hinter den Planeten. Wer im richtigen Moment guckt, kann dann die Bedeckung des Mondes oder sein Vorbeilaufen vor der Planetenscheibe verfolgen. Sogar Sonnenfinsternisse und Mondfinsternisse kann man auf Jupiter sehen – denn sowohl Jupiter als auch seine Monde werfen Schatten ins Weltall. So wird jeder der Monde bei seinem Umlauf durch den Jupiterschatten verfinstert. Umgekehrt wirft er seinen eigenen Schatten auf den Planeten, wenn er zwischen ihm und der Sonne steht. Der Mondschatten ist zwar winzig, aber in einem guten Fernrohr als runder, schwarzer Fleck auf dem hellen Jupiter zu sehen.
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